Nummernschild - Kfz-Kennzeichen

„Wir brauchen keine neuen Regelungen für Kfz-Kennzeichen. Das Thema passt nicht in die Zeit“, so der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages (NLT) Dr. Joachim Schwind. „Bei der Diskussion wird vergessen, dass es eine Identifikation mit dem Landkreis gibt, die regionale Gemeinschaft wird auch durch das Kreis-Kennzeichen ausgedrückt. Hier braucht es keine weitere Zersplitterung“, so Schwind weiter.

Der NLT-Hauptgeschäftsführer erklärt: „Wir haben andere Probleme. Diese angestrebte Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung schafft nur neue Bürokratie und erschwert die Ordnungsfunktion der Kennzeichen für Zulassungsstellen und Polizei. Das Kennzeichen-System funktioniert seit Jahrzehnten zuverlässig. Schon heute gibt es Spielräume. Historische Kennzeichen können schon jetzt wieder eingeführt werden.“

Weitere neue Kürzel ohne historischen Bezug würden das System vor allem unübersichtlicher machen, ein Wirrwarr erzeugen, ohne einen erkennbaren praktischen Nutzen zu bringen. Und natürlich führe ein anderes Kfz-Kennzeichnen nicht zu irgendwelchen regionalpolitischen Impulsen oder mehr Wirtschaftswachstum. „Wir brauchen auf Gemeinde- und Kreisebene mehr Geldmittel für unsere kommunalen Aufgaben, nicht Anlässe für fruchtlose Diskussionen. Wir erwarten daher, dass Niedersachsen diesen Vorstoß im Bundesrat kritisch bewertet“, so Schwind.

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„Gut gemeint, weniger gut gemacht – so lässt sich die geplante Agrarstrukturreform zusammenfassen“, urteilt Dr. Joachim Schwind, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages (NLT). Das Ansinnen, die in vielerlei Hinsicht wertvolle Ressource Boden vor Spekulation zu schützen, sei insbesondere bei land- und forstwirtschaftlichen Flächen richtig. Auch die Sicherung bäuerlicher Betriebe werde begrüßt. „Kommunen und Landwirtschaft mit zusätzlichem Verwaltungsaufwand zu belasten, schadet dem erklärten Ziel aber mehr, als es nützt“, stellt Schwind fest.

„Als Landkreise im Agrarland Niedersachsen haben wir ein hohes Interesse an einer vielfältigen, zukunftsfähigen Land- und Forstwirtschaft. Sie prägt unsere Landschaft und ist existenziell für die Entwicklung des ländlichen Raums. Deshalb haben wir für eine Novelle des Agrarstrukturgesetzes zahlreiche Vorschläge vorgelegt. Einfach und praxistauglich muss es sein. Wir fordern den Entwurf so anzupassen, dass kein zusätzlicher Bürokratieaufbau entsteht“, so Schwind.

Der Vorschlag und was zu tun ist, ist im aktuellen Kalenderblatt ausgeführt; es ist dieser Pressemitteilung beigefügt (Anlage).

Hintergrund:

„Bürokratieabbau ist sofort möglich, wenn man nur will“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages (NLT), Joachim Schwind. Der NLT veröffentlicht jede Woche in Form eines Kalenderblatts einen Vorschlag, der sofort im Land umsetzbar ist und Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft oder Verwaltung konkret entlastet. Auf Bitten des früheren Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil hatten die drei kommunalen Spitzenverbände am 28. Mai 2025 kommunale Impulse zur Umsetzung des angekündigten Bürokratieabbaus vorgelegt, die über 80 Vorschläge enthielten. Aufgegriffen wurde bis heute davon praktisch nichts. Die Pressemitteilung sowie die Vorschläge sind unter folgendem Link abrufbar: Kommunale Impulse zur Umsetzung des angekündigten Bürokratieabbaus.

Die Bürokratieabbau-Kalenderblätter werden wöchentlich, jeweils am Dienstag, per Pressemitteilung versandt und stehen ab dann online zur Verfügung, Link:Bürokratieabbau – NLT.

PM_13_2026 – 01 – Bürokratieabbau-Kalender – KW 10.pdf