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Corona-Geschehen: Aktuelles Statement von NLT-Präsident Klaus Wiswe

Der Präsident des Niedersächsischen Landkreistages (NLT), Landrat Klaus Wiswe, hat heute im Vorfeld der 80. Landkreisversammlung in Varel folgendes Statement zum Corona-Geschehen abgegeben:

  • Die Gesundheitsämter der niedersächsischen Landkreise und der Region Hannover sind gut gerüstet auch für ein schwieriges Infektionsgeschehen durch den Corona-Virus. Wir appellieren daher an alle Bürgerinnen und Bürger, Ruhe zu bewahren, die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu beachten und sich nicht beunruhigen zu lassen. Die allgemeinen Hygieneregeln sind der beste Schutz für uns alle. Der öffentliche Gesundheitsdienst unserer Landkreise arbeitet intensiv und in enger Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsamt sowie dem Gesundheitsministerium an allen erforderlichen Maßnahmen zur Abwehr und Eindämmung des Infektionsgeschehens. Die erforderlichen Maßnahmen werden schnell und unaufgeregt ergriffen. Jeder Fall erfordert individuelle Maßnahmen zum Wohl der betroffenen Patienten und zur Unterbrechung der Infektionskette. So informieren wir beispielsweise auch transparent über die Corona-Fälle durch Pressekonferenzen vor Ort.


  • Für die medizinische Versorgung der Bevölkerung sind und bleiben die Hausärztinnen und Hausärzte erste Ansprechpartner. Die Abklärung bei einem möglichen Corona-Verdacht muss wie bei allen anderen Infektionsverdachtsfällen weiterhin zunächst über den Bereich der niedergelassenen Ärzte erfolgen. Wir appellieren an die Ärzteschaft, hier ihrer Verantwortung nachzukommen. Ob regionale Untersuchungszentren sinnvoll sind, muss die Selbstverwaltung der Ärzteschaft entscheiden. Wichtig ist uns: Der Sicherstellungsauftrag der Kassenärztlichen Vereinigung gilt uneingeschränkt weiter. Hausärztliche Versorgung muss in der aktuellen Lage auch in den ländlichen Räumen schnell erreichbar sein, damit unsere nationale Eindämmungsstrategie Erfolg haben kann.
  • Weil das schon wieder in Berlin diskutiert wird: Das aktuelle Infektionsgeschehen ist der beste Beleg dafür, wie gut wir mit einem ortsnahen öffentlichen Gesundheitsdienst der Landkreise aufgestellt sind. Bei allen Verdachtsfällen muss schnell eine amtliche Beprobung vor Ort durchgeführt, müssen Kontaktpersonen ermittelt, individuelle Quarantänemaßnahmen verfügt und die Patienten auch durch den öffentlichen Gesundheitsdienst betreut werden. Dies alles kann nur durch ortsnahe Fachbehörden erfolgen, die auch auf die vor Ort vernetzten Ressourcen z.B. des Katastrophenschutzes und der gesamten Kommunalverwaltungen zurückgreifen können. Die Sicherstellung der stationären Krankenhausversorgung, der Rettungsdienst und der öffentliche Gesundheitsdienst sind bei den niedersächsischen Landkreisen und der Region Hannover bürgernah gut aufgehoben.