Deutschland-Ticket: Preisanstieg gefährdet Zukunft des ÖPNV
Das Deutschland-Ticket wird teurer. Laut ersten Tickermeldungen haben sich die Verkehrsminister der Länder auf eine erneute Erhöhung des Bezugspreises auf 63 Euro ab dem nächsten Jahr geeinigt. „Wieder kein langfristiges klares Bekenntnis und ein Trauerspiel. So wird ein erfolgreiches Mobilitätsprojekt kaputt gemacht“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages (NLT), Joachim Schwind.
Ein bezahlbarer Preis für Nutzerinnen und Nutzer sowie verlässliche Bedingungen für Verkehrsunternehmen und Träger des ÖPNV seien zwei Seiten einer Medaille. „Für einen attraktiven Nahverkehr muss der Ticketpreis stimmen, es müssen aber auch Busse fahren. Da ist auch das Land Niedersachsen in der Pflicht“, so Schwind. Das Kostenrisiko des Deutschland-Tickets dürfe nicht Jahr für Jahr bei den kommunalen Verkehrsunternehmen und ihren Trägern abgeladen werden. „Wir fordern die erneute Zusage des Landes zu einem Verlustausgleich auch für das Jahr 2026, endlich einen gesetzlichen Anwendungsbefehl zur Umsetzung des Deutschland-Tickets und langfristig mehr Geld zur Finanzierung des ÖPNV“, so Schwind.
Schwind erinnert an den „5-Punkte-Appell für einen zukunftsfähigen ÖPNV in Niedersachsen“, den kommunale Spitzenverbände, Verkehrsverbünde und Aufgabenträger im Juni an das Land übergeben haben. „Gemeinsam haben wir dezidiert aufgeschrieben, was getan werden muss. Auf eine Antwort der Landesregierung warten wir bis heute“, sagt der NLT-Hauptgeschäftsführer.
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